Datum: 18. März 2008
Fach/Thema: Ökonomie&Recht / Tourismus
Dozenten: Dr. Giovanni Danielli / Daniel C. Jung / Dr. Florian Hew
Zukunftstrends und Prognosen der touristischen Entwicklung
(Selbststudium)
Unterteilt in:
Tourismusrelevante Trends
- Trends in den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen, z.B. Senioren, Geschlechterrollen, Familienverhältnis und Werte im Wandel
- Trends in den wirtschaftlichen und politischen Rahmenbedingungen, z.B. Liberalisierung der Wirtschaft, Arbeitszeit, Arbeitslosigkeit, Verfügbarkeit von Geld und Zeit, Budgets und Spardruck der Haushalte
- Trends in den ökologischen Rahmenbedingungen, z.B. Klimaveränderung und Belastung der Lebensgrundlagen
- Trends im Verkehr, z.B. Verkehrswachstum, (Auto-)Mobilität hoch im Kurs, Bahnausbau international, Bahnabbau regional und Zunahme des Langsamverkehrs
Trends im Tourismus
z.B. Zunahme des weltweiten Reisevolumens, Destinationsbildung, Reisemotive und Verhalten: Gestaltung, Erfahrung, Dauer, Preise, Kurzfristigkeit und Eigenheim
Tourismuspolitik
Die indirekten Instrumente
Raumplanung mit dem Instrument Richtplan der auf Gemeinde-, Kantons- und Bundesebene angewendet wird. Sie legen anhand von Leitbildern fest, wie z.B. in der Gemeinde die Gesamtstruktur ihrer Natur-, Landwirtschafts-, Siedlungs- und Erholungsräume mittel- und langfristig entwickeln soll. Der Richtplan ist ein Verfahren, das Ideen (Projekte, Planungen) zulässt. Herr Danielli hat uns das anhand von Originalplänen sehr eindrücklich erklären können.
IHG Investitionshilfegesetz
Wurde uns als sehr interessante Geldquelle für Grossprojekte geschildert. Beispiel: Mystery Park
NFA Neuer Finanzausgleich
Solidaritätsausgleich von reicheren an ärmere Kantone, mit dem Beispiel: Kanton BE erhält jedes Jahr CHF ca. 250 Mio.
UVP Umweltverträglichkeitsprüfung
und Grossvorhaben mit UVP-Pflicht. Die Genehmigungen sind hier getrennt: Bei touristischen Vorhaben durch Kanton, im Strassenbau vom Bund.
Erklärungen mit Statistik National- und Naturerlebnisparks und Vergleich mit Nachbarstaaten: CH = 1
I = 255
D = 44
F = 52
A = 38
Als positiv empfand ich die gezeigten laufenden Projekte.
Erkenntnisse und Schlussfolgerungen zum Vormittag:
Zum Thema Raumplanung gab es sehr amüsante Beispiele. Darum soll man die Richtlinien und Bestimmungen der Gemeinden und Kantone genauestens abklären, sonst kanns teuer werden.
Verbandspolitik:
- Arten und Typen von wirtschaftlichen Verbänden
- Aufgabe und Rechtsform
- Aufgabe generell
Vertretung der Interessen = politische Arbeit = kollektiv
Förderung = Dienstleistungen und Berufsbildung = individuell
- politische Arbeit
- Dienstleistungen mit Abgrenzung zu Unternehmen: erwerbs- oder bedarfswirtschaftlich
- die Spitzenverbände aus Arbeitnehmer- und Arbeitgebervertretung
- Porträt GastroSuisse
Organigramm, Tochtergesellschaften und Institutionen, Dienstleistungen, aktuelle Themen
Gastro-Stammtisch
Zum Abschluss eröffnete Dr. F. Hew, Direktor GastroSuisse den Gastro-Stammtisch. In 5 Gruppen diskutierten wir aktuelle Themen der Branche. Die Ergebnisse der Gruppenarbeiten finden Sie hier zum Down-load bereit.
Ergebnisse der Gruppenarbeiten Gastro-Stammtisch
für das Protokoll
Marcel Müller
Donnerstag, 27. März 2008
Protokoll zum 12. Seminartag
Eingestellt von G3 Zürich 2009 um 13:07 0 Kommentare
Mittwoch, 19. März 2008
Protokoll zum 11. Seminartag
Datum: 17.03.2008
Fach / Thema: Oekonomie und Recht/Tourismus
Dozent: Dr. G. Danielli
Themenschwerpunkte:
Ich werde mich hier Stichwortartig auf die wichtigsten Punkte beschränken, da es sich dabei um ein sehr grosses und komplexes Thema handelt und besser als im Skript nicht mehr zusammengefasst werden kann. Die aufgezählten Beispiele sind nur auszugsweise und nicht vollständig!
Das System Tourismus
- Definition Tourismus: Aufenthalt ausserhalb der alltäglichen Umgebung
Reise / Mobilität als Voraussetzung und Teil der Betrachtung.
- Wachstumsmodell "Krippendorf"
- Touristische Erscheinungsformen
- Touristische Grundbedürfnisse
- Reisemotive, -erwartungen, -verhalten, -angebot
- Servicekette im Tourismus
- Probleme Hotellerie, Parahotellerie
Tourismus als Witschaftsbranche:
- Gesellschaftliche, wirtschaftliche und ökologische Nutzeffekte
- Beispiel WM St. Moritz und Streetparade als gutes Beispiel im
Gegensatz zu Athen und Turin.
Wichtiges Fazit: Tourismus funktioniert nur wenn die Bevölkerung involviert wird und voll und ganz hinter den Projekten steht.
Staatliche Eingriffe in die Tourismuswirtschaft
- Legitimation der Tourismuspolitik, Art. 94 der Bundesverfassung
- Indirekte Tourismuspolitik: Raumplanung, Umwelt und Verkehrspolitik
- Direkte Tourismuspolitik: Hotelkredit, Werbung, Berufsbildung
- Argumente für die Tourismuspolitik: Marktversagen, öffentl. Interesse
regionalpolititische Bedeutung, Transaktionskosten
- Träger der Tourismuspolitik: SECO, Schweizer Tourismus-Verband, BAV/Seilbahnen
GastroSuisse, hotelleriesuisse
Detailliert haben wir das Problem sowie die Chancen des Zweitwohnungsbau und dessen Auswirkungen auf das Landschaftsbild sowie die Infrastruktur eines Dorfes unter die Lupe genommen.
Trends im Tourismus:
- Zukunftstrends: Fragmentierte Gesellschaft, ökologische Instabilität
unstabile politische Situation, quicklebendiger Konsument
- Herausforderungen: Überalterung der Gesellschaft, Wertewandel, Globalisierung
- Werte im Wandel: Steigende materielle Ansprüche, sinkende Anweisungsakzeptanz
geringere Bereitschaft für Leistungen
- Akzente in der Tourismusentwicklung: Der Tourismus muss partizipativer, effizienter
erlebnisreicher umweltfreundlicher usw. werden
Fazit:
Tourismus ein sehr komplexes und teilweise trockenes Thema,
welches jedoch vom Dozenten mit viel Herzblut, sehr amüsant und mit vielen Beispielen erklärt wurde. Herzlichen Dank!
Pascal Moser
Eingestellt von G3 Zürich 2009 um 14:21 0 Kommentare
Mittwoch, 5. März 2008
Protokoll zum 9. Seminartag
Datum: 03. März 2008
Fach: Betriebsbuchhaltung
Dozent: Konrad Gerster
Thema des Tages: Von der FIBU zur BEBU
Gründe und Voraussetzung
Kostensarten
Kostenstellen
Warum brauchen wir eine BEBU?
Weil es in der FIBU Aufwände und Erträge gibt, welche mit dem eigentlichen Betrieb nichts zu tun haben. Die BEBU bietet die Grundlage für die anschliessende Preiskalkulation und dafür brauchen wir die effektiven Kosten. Ausserdem bietet sie uns eine Übersicht über unsere Abteilungen, welche rentabel sind oder auch nicht. Was wir dann aus dieser Erkenntnis machen bleibt natürlich jedem selbst überlassen.
Was machen wir in der BEBU?
Zuerst müssen wir Abgrenzen:
- Die 4 Abschlussbuchungen (unten beschrieben)
- Bsp. Die Stromanteil für den vermieteten Jugendraum den wir bezahlen
- Kalkulatorische Zinsen welche nicht berücksichtigt wurden
- Auflösung von stillen Reserven welche noch bestehen
- Und weitere…
Wir splitten einerseits Erträge in verschiedene Umsätze wie zum Beispiel:
- Hotelumsatz
- Restaurantumsatz
- Barumsatz
- Cateringumsatz
Und andererseits Aufwände in:
- Kostenarten
o Warenkosten
o Personalkosten
o Übrige Betriebskosten
o Finanz- und Anlagekosten
- Kostenstellen
o Hotelkosten
o Restaurantkosten
o Barkosten
o Cateringkosten
- Kostenträger
o Mineral 3dl
o Mineral 5dl
o Coca Cola 3dl
o Coca Cola 5dl
o Usw.
(Die Kostenträgeraufstellung ist etwas zeitaufwendig, da wir in unserer Branche so viele Artikel haben)
Voraussetzung für eine saubere BEBU:
4 Abschlussbuchungen
Abschreibungen
TA, TP
Bestandesänderung
Privatbezüge, Naturalbezüge
Führen einer tauglichen Anlagekartei
Bei jedem Anlageobjekt im Betrieb nicht nur die gesetzlichen Abschreibungen vornehmen sondern auch beurteilen ob zum Beispiel eine Maschine mehr Wert verloren hat weil viele Reparaturen vorgenommen werden mussten usw.
Angemessener Unternehmerlohn
Naturalbezüge, bereits bezahle Sozialversicherungen und Barbezüge plus die Differenz zu einem angemessenem Unternehmerlohn. Dieser ist mindestens so hoch wie das was ein Geschäftsführer verdienen würde wenn man einen anstellen würde. Ca. Fr. 85'000 / Jahr.
Wenn der Betrieb es sich nicht leisten könnte den vollen Lohn auszuzahlen oder der Besitzer nicht alles braucht dann muss man die Differenz zu 85'000 trotzdem in der BEBU berücksichtigen
Eigenkapitalzinsen / Dividenden
Einige zahlen sich keine EK Zinsen oder Dividenden aus, aber in der BEBU müssen sie kalkulatorisch trotzdem erscheinen.
Man geht von Zinsen zwischen 4 und 5 Prozent aus, da dies auch ungefähr die Zinsen wären die eine Bank verlangt.
Abgrenzungen und Überführung in die Kostenartenrechnung
a) Aufwand der keine Kosten darstellt, Beispiele:
a. Rückerstattung von Mieterträgen
b. Miete Wirtenwohnung
c. Stille Reserven
d. Gründungskosten
Muss alles hier aufgelöst, gesplittet werden
b) Kosten welche keinen Aufwand darstellt, Beispiele:
a. Nicht ausbezahlter Unternehmerlohn
b. Kalkulatorische Zinsen
c. Dividenden (bei AG)
Muss alles hier nachbelastet werden
c) Unterschiedliche Bewertungen, Aufwand nicht gleich Kosten
a. Bewertung Stille Reserven, Warenvorräte
b. TA, TP
Direkte Kosten / Indirekte Kosten (Gemeinkosten)
Direkte Kosten
- Warenkosten
- Kurtaxen
- Beherbergungsabgaben
- Externe Mietkosten für Seminarinfrastruktur
Indirekte Kosten
- Personalaufwand
- Übriger Betriebsaufwand
- Finanz- und Anlageaufwand
Gemeinkosten + Gewinn = Deckungsbeitrag
Deckungsbeitrag = Betriebserfolg I
Wenn Warenkosten steigen, müssen wir auch mit den Verkaufspreisen hoch damit der Gewinnanteil der gleiche bleibt.
Wenn wir einen geringen Deckungsbeitrag haben, sollten wir entweder mit den Verkaufspreisen hoch oder die variablen Kosten / Gemeinkosten optimieren / verringern
Kostenstellenrechnung
Führt dazu dass wir keine Quersubventionierungen mehr haben
rentabler Bereich erkennen, und nicht fälschlicherweise abschiessen bei Unkonzeptionierung
unrentabler Bereich wenn möglich aufbessern, Kosten sparen
Man muss nicht immer in allen Bereichen rentieren, aber das Gewissen darüber ist wichtig!
Sabrina Kuster
Eingestellt von G3 Zürich 2009 um 13:29 0 Kommentare
Protokoll zum 10. Seminartag
Datum: 04.03.2008
Fach / Thema: Controlling
Dozent: Konrad Gerster
Down-loads:
Lösung Controlling Bilanz und Erfolgsrechnung
Kennzahlen
Themenschwerpunkte / Vorgehensweisen:
09 00 von der BEBU zur Preisberechnung
09 45 Einführung Controlling
Finanz Kennzahlen
12 00 Mittagessen
13 30 Anwendungsübung
-Erarbeiten
-Besprechen
15 30 erweitertes Controlling
-Einführung
17 00 Schluss
Von der BEBU zur Preisberechnung in acht Schritten
Ermittlung des Gesamtdeckungsbeitrages (BEBU)
Ermitteln des erforderlichen Deckungsbeitrages pro Sparte
Verkaufsstatistische Angaben
Durchschnittlicher Deckungsbeitrag pro Sparte (WK+DB=VP(Netto))
Festlegen der Deckungsbeitragsgruppen (DB Gruppen bilden)
Gewichten der Artikeldeckungsbeiträge / Arbeitsintensität
Übertragen auf Sparten
Beurteilen der Preise / Marktpreise
DB Kalkulation sollte einmal pro Jahr nachkalkuliert / kontrolliert werden.
Sind die ermittelten Kosten größer (DB= Gemeinkosten +Gewinn) als der ermittelte Sparten Deckungsbeitrag, so ist die Zeit Für Preiserhöhungen gegeben.
Break even = Gewinnschwelle = Alle Gemeinkosten sind bezahlt, was darüber an Deckungsbeitrag erzielt wird ist dann Gewinn.
Controlling
Die Hauptfrage im Controlling ist; mit welchen Kennzahlen für meinen Betrieb will und kann ich arbeiten und diese auch kontrollieren.
Das Fünfeck des Controlling
Sollwerte bestimmen
ENTSCHEIDEN
Soll und Ist Vergleich
Massnahme bestimmen
KONTROLLIEREN
Massnahmen Ist Werte bestimmen
anordnen
IN GANG SETZTEN
AUSFÜHREN
Für ein Controlling benötigen wir Ist und Soll Werte
Das Ziel muss definiert sein (Soll-Wert)
Die Beurteilung der Zahlen ist entscheidend, Kommentierung- Schlussfolgerung
Effektive Eckwerte des Unternehmens und die Terminologie der Kontrolle müssen definiert sein.
Frage des Tages:
Haben Sie Ihre Grabrede schon geschrieben?
Was will ich erreichen, wo will ich hin, habe ich meine Ziele vor den Augen oder vergesse ich Sie. Kontrolliere ich mich regelmässig?
Abgabe des Formulars mit den Kennzahlen, und sofern vorhanden den Richtwerten für die Gastronomie, wurde ausgeteilt und besprochen, ein super Hilfsmittel mit allen Formeln.
Vergleichszahlen können auch aus dem Branchenspiegel sowie aus dem eigenen Betrieb verwendet werden.
Der Nachmittag war größtenteils mit errechnender Kennzahlen und Analysieren des Hotel- Restaurant Edelweisses gefüllt. Konrad Gerster wird noch ein Lösungsshit in .pdf Format in den Blog stellen.
Aufgaben für den 28. April 2008
Die betriebliche Vision / Leitbild schriftlich festlegen
Was macht den wirtschaftlichen Erfolg / Misserfolg in meinem Betrieb aus.Von welchen Faktoren ist mein Betrieb abhängig.(Wetter ist übrigens jeden Tag)
Martin Metzger
Eingestellt von G3 Zürich 2009 um 13:25 0 Kommentare