Dienstag, 13. Mai 2008

Protokoll zum 17. Seminartag

Datum: 28. April 2008
Fach / Thema: Finanzmanagement / Balanced Scorecard
Dozent: Konrad Gerster

Themenschwerpunkte / Vorgehensweisen:
Die Balanced Scorecard ist ein Instrument zur Überprüfung, Umsetzung und Weiterentwicklung einer Unternehmensstrategie.

Ausgangslage:
-Reines Finanzcontrolling widerspiegelt das Unternehmen nicht ganzheitlich
-die Menschen- abhängige Qualität ist der wesentlichste Teil des Erfolges einer Unternehmung
-für den anhaltenden Erfolg ist Kontinuität wichtiger als die absolute Qualität
-Ziel unserer Anstrengungen ist und bleibt der Gast- auch im Controlling

Deshalb:
Bedarf es nicht nur der Messung absoluter Werte, sondern auch der innern Werte, der so genannten „Soft Factors“

Um eine Balanced Scorecard (BSC) erstellen zu können sind folgende Faktoren zu berücksichtigen:

1. Die Vision
Die Vision dient als Wegweiser in der Unternehmensführung

2. Die Strategie
In der Strategie werden die Leitsätze für das Unternehmen entwickelt, aus welchen die folgenden Teilpolitiken abgeleitet werden

3. Perspektiven/ Teilpolitiken
Finanzen
Gäste
Prozesse
Entwicklung
Mitarbeiter

4. Kritische Erfolgsgrössen (KEF) formulieren
Als nächsten Schritt legen wir für jede Teilpolitik Kritische- Erfolgs- Faktoren (KEF) fest. Dabei sind immer folgende Fragestellungen zu berücksichtigen
Was bringt den Gast?
Was hält den Gast?
Was führt zu optimaler Rentabilität?


5. Kennzahlen
Aus den KEF werden im nächsten Schritt Kennzahlen festgelegt. Dabei ist es wichtig das die Kennzahlen jeweils zu den KEF passen und eine eindeutige, objektiv messbare Aussage ermöglichen.

6. Aktivitäten
Bei den Aktivitäten geht es darum, Massnahmen festzulegen, um die Daten zur Kennzahlen- Gewinnung in den einzelnen Teilpolitiken zu ermöglichen und zu überprüfen. Dabei wird der Zeitliche Rhythmus und die Verantwortliche Stelle bezeichnet.

Weiterentwickeln
Hier geht es darum die Balanced Scorecard zu überprüfen und den neuen Herausforderung des Unternehmens anzupassen und weiterzuentwickeln

Ein paar Tipps zum Erstellen einer Balanced Scorecard:
Eine Balanced Scorecard sollte übersichtlich auf 1-2 Seiten DIN A4 verfügbar sein.
Sie sollte kurzfristige sowie langfristige Ziele Enthalten
Die BSC ist ständiger Begleiter (strategisch wie operativ)
Die BSC muss im Einklang mit allen andern Konzepten, Plänen und Grundlagenpapieren eines Unternehmens stehen
Die BSC kann auch in der Außenkommunikation eingesetzt werden
Wichtig ist die vertikale Kontrolle in der BSC!
Eine BSC muss von unten nach oben erarbeitet werden, das heißt, um die Ziele zu erreichen sollten die Mitarbeiter bei der Ausarbeitung einer BSC mit einbezogen werden.

Erkenntnisse / Schlussfolgerungen:
Die Balanced Scorecard ist ein Werkzeug um die Unternehmensziele regelmäßig zu überprüfen und dient als Wegweiser in der operativen Unternehmensführung.
Sie eignet sich jedoch nicht um ein „Problembetrieb“ auf ein gesundes Fundament zu stellen, da sie fehlende Visionen und Ressourcen und mangelnde Leitgedanken nicht ersetzen kann.

Das Protokoll als Down-load

André Schaub

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